Gründungserklärung       ROTER WIDERSTAND

Wir, das sind KFZ-Mechaniker, Augenoptikerinnen, Sozialarbeiter, Elektriker, Friseurinnen, Straßenkehrer, Call-Center Arbeiterinnen, Gärtner, Baustoff-Händler, Arbeitslose, Kellnerinnen, Zivildiener, Großhandelskauffrauen, Köche, Feinkostverkäufer, Botenfahrer und Studenten gründen eine neue Organisation. Eine Organisation die sich wirklich für die Rechte von uns arbeitenden Menschen gegen die Ausbeutung durch die Reichen, die Banken und Konzerne einsetzt. Wir kommen aus Österreich, Serbien, Bosnien, Polen, Rumänien, der Türkei, Ungarn und Deutschland, doch wir wissen, dass wir Teil ein und derselben Klasse sind, dass wir dieselben Interessen haben, egal woher wir kommen.


Wir gründen hiermit den ROTEN WIDERSTAND!


Wir leben in stürmischen Zeiten, der Kapitalismus, das System in dem wir leben und in dem die Reichen die Macht und das Sagen haben befindet sich in seinem Niedergang. 2008 verschärfte eine der größten Wirtschaftskrisen des Kapitalismus die Lebensbedingungen von Milliarden. Seit dem hat sich die Wirtschaft nicht erholt, ganz im Gegenteil, es sieht ganz danach aus als würde die nächste große Wirtschaftskrise eher früher als später anstehen. Solch eine weitere Wirtschaftskrise würde die Lage von uns Arbeitern und Arbeiterinnen noch mehr verschärfen. Millionen würden ihre Arbeit verlieren und die Situation die unsere Klassenbrüder und Schwestern in Osteuropa, am Balkan, in Spanien und Griechenland erleben würde sich bis nach Mitteleuropa ausdehnen. Selbst wenn solch eine weitere Wirtschaftskrise nicht in naher Zukunft eintreten würde, so ist einerseits die Lage heute schon schlimm genug und andererseits wird es solche massiven Wirtschaftskrisen geben, solange es den Kapitalismus gibt.


Der Niedergang des Kapitalismus führt dazu, dass die Reichen, die Banken und Konzerne immer mehr Angriffe auf die Arbeiterklasse durchführen müssen. Warum? Damit sie ihre Profite sichern und mit den amerikanischen, chinesischen und russischen Großkonzernen am Weltmarkt konkurrieren können. Das wird dazu führen, dass es Angriffe auf das Sozialsystem gibt (Kürzung des Arbeitslosengelds, Erhöhung des Pensionsantrittsalters,…), die Löhne gekürzt werden, der Arbeitstag auf 12 Stunden verlängert wird und die ohnehin schon unglaublich hohen Mieten noch weiter in die Höhe getrieben werden, wenn es keinen entschlossenen Widerstand gibt. Solch einen Widerstand wollen wir aufbauen.


Die Konkurrenz der Großmächte (EU/USA auf der einen, Russland/China auf der anderen Seite) um Macht und Märkte nimmt immer weiter zu. Wir müssen dafür sorgen, dass 100 Jahre nach dem Beginn des 1.Weltkriegs und 75 Jahre nach dem 2.Weltrkriegs nicht wieder einige wenige Finanz- und Rüstungsunternehmen vom Tod Hunderttausender profitieren. Gleichzeitig wird unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung wieder Versucht den Irak (mit dem dort befindlichen Öl) zu besetzen. Gegen solch ein Völkerschlachten wollen wir Widerstand vorbereiten.


Der zunehmende Hass auf die offiziellen Parteien der Reichen und auf den Kapitalismus als solches macht es wieder notwendig die arbeitenden Massen zu spalten. Hier in Europa verwenden die Reichen den Rassismus als willkommenes Mittel um von den wahren Problemen die durch sie verursacht werden abzulenken. Heute wird das vor allem mit der Hetze gegen Musliminnen und Muslime erreicht. Wir stellen uns solch einer Hetze entgegen und sagen: die Arbeiterklasse hat ein gemeinsames Ziel: die Errichtung einer gerechten Gesellschaft, des Sozialismus und im Kampf für ihn ist es egal welche Farbe deine Haut hat, wo du geboren wurdest oder ob du zu Gott, Allah, Jahwe betest, oder gar nicht. Wir wollen den Widerstand gegen Faschisten und rechte Hetzer organisieren.

Europa und die Welt stehen vor zwei Alternativen. Entweder wird die Herrschaft der Banken und Konzernen weiterbestehen, es wird mehr Krisen geben, der Lebensstandard der Arbeiterklasse wird immer weiter herabsinken und der Hunger wird sich ausbreiten. Außerdem wird es immer mehr Krieg und Hetze gegen Migranten und Migrantinnen geben und auch ein 3.Weltkrieg ist keine Unmöglichkeit mehr.


Oder die Arbeiterklasse sowie alle armen und unterdrückten Menschen bekommen die Macht durch eine Revolution (weil sich die Reichen nicht einfach überzeugen lassen werden) und können eine neue Welt, der Gleichheit und Gerechtigkeit aufbauen. Solange der Kapitalismus besteht werden wir den ROTEN WIDERSTAND dagegen organisieren.