Kein Fußbreit dem Faschismus!

Resolution des Roten Widerstandes

vom 1.November 2014


    1.       Der Faschismus ist eine Waffe der Reichen und der Unternehmer um gegen die Arbeiterklasse und die Unterdrückten zu kämpfen. Er ist der Todfeind unserer Klasse, deswegen bekämpft ihn der Rote Widerstand!


    2.       Er kämpft nicht innerhalb der bürgerlichen Demokratie wie zum Beispiel die rassistische FPÖ, sondern er lehnt dieses System und die damit einhergehenden demokratischen Rechte (Recht auf gewerkschaftliche Organisierung, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, Redefreiheit,…) ab. Er kämpft mit offenem Straßenterror gegen seine Feinde und will Macht über die Straße und nicht über das Parlament gewinnen.


3.       Der Faschismus wird vom Großkapital dann an die Macht gebracht, wenn es eine Krise des Kapitalismus gibt und sie verhindern möchten, dass eine Revolution der Unterdrückten ihre Herrschaft beendet. Der Faschismus kann nicht an die Macht kommen, wenn er nicht von ein bedeutender Flügel der Kapitalistenklasse ihn aktiv unterstützt und der bürgerliche Staatsapparat nicht gegen ihn eingesetzt wird. Der Faschismus stützt sich vor allem auf das Kleinbürgertum das in der Krise des Kapitalismus zermahlen wird.


4.       Die Gewalt mit der der Faschismus gegen seine Feinde kämpft richtet sich gegen fortschrittliche, linke und organisierte Arbeiter und Arbeiterinnen (nicht nur gegen Revolutionäre und Revolutionärinnen sondern gegen die gesamte Arbeiterbewegung sogar gegen die Sozialdemokratie), Migranten und Migrantinnen, andere nationale oder religiöse Minderheiten (Juden, Jüdinnen, Roma und Sinti), Homosexuelle und sexuelle Minderheiten.


5.       Der Faschismus wird mit dem zunehmenden Niedergang des Kapitalismus der von immer mehr Krisen gebeutelt wird immer wichtiger als Waffe der Reichen. Dies zeigt die Ukraine wo eine pro-westliche Regierung auch Faschisten in ihren Reihen hat, oder Ungarn und Griechenland, wo die Jobbik-Partei bzw. die Goldene Morgenröte (Chrysi Avgi) viel Zuspruch gewinnt und einen offenen Terror gegen ihre Feinde ausübt.


6.       Heute ist es für die Faschisten in Europa extrem wichtig gegen die Muslime und Musliminnen zu hetzen. Wir stellen uns aktiv auf die Seite der Muslime und Musliminnen und wollen gemeinsam mit den muslimischen Massen der Migranten und Migrantinnen gegen ihre Diskriminierung, faschistische Übergriffe und die Offensive des USA- und EU Imperialismus kämpfen. Die Faschisten die gegen die Muslime und Musliminnen hier in Europa vorgehen sind nur der verlängerte Arm der bürgerlichen Regierungen die rassistische und diskriminierende Gesetze beschließen und der imperialistischen Armee die morden.


7.       Im Kampf gegen den Faschismus schlagen wir der gesamten Arbeiterbewegung und Organisationen der Unterdrückten (vor allem Organisationen von Migranten und Migrantinnen) vor, dass sie eine Einheitsfront gegen den Faschismus bilden. Solch eine Einheitsfront beschränkt sich auf praktische Zusammenarbeit (Organisierung von Demonstrationen, Verteidigung von Stadtviertel und Parteilokalen,…). Anders als andere Linke (hauptsächlich Stalinisten) lehnen wir es von uns aus ab, mit rein bürgerlichen Organisationen zusammenzuarbeiten. Warum? Weil sie den Kampf nicht stärken, da sie keinen Masseneinfluss haben und ihm schaden werden, da sie solchen Bündnissen nur beitreten wenn ihnen Garantien zugesichert werden, sie brechen dem Kampf also die Spitze ab. Diese Bündnisse werden normalerweise „Volksfront“ genannt.


8.       Der Kampf gegen den Faschismus muss sowohl ein unmittelbar-praktischer wie auch ein langfristig-politischer Kampf. Unmittelbar praktisch deswegen, weil man mit handfesten Argumenten gegen den Faschismus vorgehen muss. Es wichtig ist ihm jegliche Plattform zu nehmen und ihm keinerlei demokratische Rechte zuzugestehen (aktive Verhinderung von faschistischen Demonstrationen und Versammlungen durch Massenmobilisierungen der Arbeiterklasse und der Unterdrückten). Langfristig politisch deswegen weil man ihm seine Basis entziehen muss. Deswegen ist es wichtig auch mit politischen Argumenten zu kämpfen und zu versuchen den Sozialismus und den Kampf für die Revolution den arbeitenden Menschen als eine realistische Alternative darzulegen.


9.       Wir sind gegen die Forderung nach einem Verbot des Faschismus durch den bürgerlichen Staat, denn so ein Verbot wird früher oder später gegen uns Revolutionäre und Revolutionärinnen eingesetzt werden. Es ist auch absurd, weil die Faschisten meist gute und enge Beziehungen zum bürgerlichen Staat (Polizei, Gerichte, Militär) haben.


10.   Der Faschismus kann nur wirklich beseitigt werden, wenn man ihm seine Grundlage, den Kapitalismus beseitigt und die Herrschaft der Arbeiterklasse und aller Unterdrückten errichtet.